Technik - Riffelblech-Verstärkungen

Früher oder später musste es ja kommen: Riffelblech gehört an den Landy wie die sprichwörtliche Faust auf´s Auge ;o)

Wieder einmal war es Adi gelungen einen Betrieb ausfindig zu machen, der ihm entsprechende Blechreste zu einem günstigen Preis überliess. Und diese Reste mussten natürlich in irgendeiner Weise dem Schutz (oder doch auch der Optik?) unserer Landies dienen!

Kotflügel:
Um darauf zu stehen/steigen, Dinge wie Wasserkanister o.ä. darauf abzustellen ohne diese zu zerkratzen. Ursprünglich wollte ich eigentlich nur den vorderen Bereich bis zum Heizungslufteinlass mit Riffelblech abdecken, aber nachdem uns von meiner Heckabdeckung genug Blech übrig geblieben war, gingen sich leicht 4 volle Kotflügellängen aus.

Gleich einmal vorweg: Zur Bearbeitung (sprich Schneiden) eignet sich für uns am besten eine Flex (Winkelschleifer) mit der dünnsten Trennscheibe für Metall (die dickeren bringen das Gerät an die Grenzen und sie werden ziemlich schnell heiss). Mit dieser lassen sich ziemlich gerade und feine Schnitte durchführen.
Kanten können dann leicht mit einer Feile nachbearbeitet werden. Rundungen gehen mit der Stichsäge gut zum ausschneiden.

Gleich vorweg einmal die Probleme, die bei uns aufgetreten sind:
Wieder erwarten geht die Motorhaube nicht in einer geraden Trapezform nach vorne, sondern ist leicht gebogen - das sollte man (wenn man es perfekt machen möchte) beim Aufzeichnen, Abmessen, Ausschneiden beachten. Ich wusste es erst, als es bereits zu spät war ;o)
Weiteres Problem: Wenn man mit dem Blech relativ weit nach vorne will (was auf jeden Fall optisch besser aussieht), dann muss es vorne abwärts gebogen werden. Unser Blech ist 4 mm stark und das stellt uns vor die grosse Frage - wie bekommen wir da jetzt diese verflixte Biegung rein?? Mit einspannen auf der Werkbank, grossem Hammer und untergelegtem Holz haben wir dann solange drauf eingedroschen, bis die Form so ungefähr gepasst hat ;o)
Das letzte Problem bei mir (Td5) waren dann die Einlässe für die Heizungsluft und die Attrappe auf der Fahrerseite. Wie sollen wir das jetzt wieder genau hinbekommen, noch dazu, wo man bei der Heizung nicht einmal unten reinkommt?? Nun, das geht aber auf der Fahrerseite. Also Blech auflegen, wie es später montiert werden soll, mit Bleistift die Öffnung von unten anzeichnen, aussägen. Da glücklicherweise beide Öffnungen symmetrisch sind, kann man das dann leicht auf das 2. Blech spiegeln und ebenfalls ausschneiden.
Man sollte dabei noch bedenken, dass die originalen Schrauben des Heizungslufteinlasses zu kurz werden können - vor allem, wenn das Blech wie bei uns 4 mm stark ist. Also rechtzeitig für längere sorgen (wir nahmen 4,0 x 30 - 14 Stk. werden für beide Seiten benötigt).
Jetzt nur noch die Löcher für die Schrauben der Deckel treffen ... dazu am besten die Deckel in die Öffnung legen (sollte ziemlich genau passen). Zuvor hatten wir allerdings noch das Blech an 2 Stellen bereits auf den Kotflügel genietet, damit es uns nicht mehr verrutschen kann. Auf der Beifahrerseite sieht man dann durch das Gitter des Deckels gut die Clipse, in die die Schrauben passen sollte. Man kann dann also mit ein bisschen Glück genau die Schraubenlöcher treffen. Auf der Fahrerseite (hier sieht man leider nicht durch den Deckel) ist dann schon mehr Glück gefragt, damit man das erste Schraubenloch trifft. Dann sollte es bei den restlichen etwas einfacher gehen - wir hatten viel Glück und es uns letztendlich schwieriger vorgestellt.
Der Rest war dann einfach. Nur noch die Löcher für die Nieten bohren, Blech festnieten, fertig!


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Stossstange vorne:
Um überhaupt auf die Kotflügel zu gelangen, benötigen wir selbstverständlich entsprechend gestaltete Trittstufen ... die ganze einfach auf die Stossstange genietet wurden.

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Karosserie - Heckbereich:

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