Technik - Laderaumabdeckung

So schön ein offener Landy ist, so hat er doch den Nachteil, dass er wirklich offen ist - d.h. jeder hat Zugriff zu den Utensilien, die im Laderaum liegen. Spätestens wenn man in Urlaub fahren will, der Laderaum vollgepackt ist, und der Landy vollkommen offen ist, wird es schwierig.
Adi hatte bei seinem 88er dieses Problem bereits im letzten Jahr gelöst (sein Bericht darüber folgt noch), bei mir stand jetzt ebenfalls ein Urlaub vor der Tür und so ging ich ebenfalls ans Werk.

Zusätzlich zu einer Abdeckung des Laderaums sollte der Deckel auch noch den Reservereifen tragen, der bei der Softtop-version ja stehend hinter der Trennwand montiert ist. Dementsprechend stabil musste die Konstruktion ausfallen, da der Reifen zusammen mit der Stahlfelge doch einiges an Gewicht zusammen brachte und auch im Gelände halten sollte.

Ich entschied mich für eine Riffelblechabdeckung - Stärke des Blechs: 4 mm. Ausserdem sollte er aufklappbar sein, um der Beladung nicht im Wege zu stehen. Für die Unterkonstruktion nahm ich Alu-U-Profile, 40 x 40 mm mit 4 mm Wandstärke.
Die erste Querstrebe, dort, wo auch die Scharniere montiert werden, befindet sich auf Höhe der Befestigung der Gurtstange und verwendet auch gleichzeitig deren Befestigungsschraube (diese musste allerdings etwas "beschnitten" werden, da zuwenig Platz blieb).

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Auf Höhe der Reserveradbefestigung, also ziemlich in der Mitte des Deckels, sollte die zweite Querstrebe verlaufen, um das Gewicht des Reifens aufzunehmen und dessen Befestigung zu erleichtern. Zusätzlich sollte diese Strebe auch noch seitlich an der Laderaumwand fixiert werden können, um einem Klappern des Deckels mit dem Reifen entgegen zu wirken (Befestigung wäre sonst ja nur vorne = Scharnier und hinten, aber dazwischen würde ihn nichts halten).
Dieses Problem lösten wir mit Hilfe eines modifizierten Torbandschaniers und einem Splint.

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Zwischen Trennwand und erster Querstrebe wurde ein schmaler Streifen Riffelblech montiert. Rund um den Rand des Blechs wurde noch eine Gummidichtung eingefügt, um einerseits gegen Regen abzudichten, andererseits ein Klappern von Blech auf Blech zu verhindern.
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Mittels 3 Scharnieren wurde der Deckel hinter den Sitzen befestigt, die Unterkonstruktion erfolgte mit dem Alu-U-Profil.
Das Reserverad wird von 2 kurzen Gewindestangen und passenden Muttern gehalten - hier ist allerdings noch ein bisschen Verbesserungsarbeit von Nöten, um die Handhabung etwas zu vereinfachen. Optimal wären natürlich Gewindestangen mit passendem Gewinde für die original Radmuttern.
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Der Deckel selbst wird an der Rückwand innen mit 2 Kistenverschlüssen "versperrt".
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Und da wir jetzt schon den Laderaum als ebene Fläche abgedeckt hatten (sobald der Reservereifen herunten ist), lag es für uns nahe auch gleich eine Schlaffläche zu schaffen. Mittels einer Verlängerung nach hinten hinaus konnte eine Liegefläche ausreichend für 2 Personen geschaffen werden.
Das Brett stützt sich nach unten auf die beiden seitlichen Bügel an der Hecktraverse ab.
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